Islam


Mediathek ZDF, „Der Jungfrauenwahn„. Eine aufschlussreiche Reportage über das Thema: Islam, Gleichberechtigung und Sexualität. Absolut sehenswert. Ein Blick in eine mir völlig fremde Welt. Eine Zeitreise in ein finsteres Zeitalter des Aberglaubens. Schon alleine aus dem Grund ist es gut, wenn Moslems mal in europäische Länder kommen und sehen, dass es auch eine freie Gesellschaft gibt ohne die auferlegten Zwänge der Religion. Ich stelle es mir für einen Jugendlichen nicht einfach vor aus diesem anerzogenen islamischen Weltbild auszubrechen. Er muss den Mut haben mit der Religion, Familie und der islamischen Gesellschaft zu brechen. Er könnte seine Ehre und seine Seele verlieren und die ewige Verdammnis auf sich ziehen. Er wird vielleicht von seiner Familie verachtet und verstoßen, wo doch die Familie Geborgenheit und Sicherheit bedeutet. Das alles nur für die „Freiheit“ was immer das auch sein soll. Da muss man schon viel Mut aufbringen und sich sehr anstrengen. Wenn es in der islamischen Welt eine große Freiheitsbewegung geben würde, womit der einzelne sich identifizieren kann, wäre es viel einfacher.  Ich wünsche mir für jeden, das er mal inständig über all das nachdenkt, was ihm so selbstverständlich erscheint, weil es ihm sein ganzes Leben lang so vermittelt wurde und alle anderen in seinem Umfeld das Gleiche glauben. 

Noch ein Tipp zur ähnlichen Thematik. Eine Reportage 

„Enttarnt! Undercover in Saudi Arabien.“ Den Link dazu müsst ihr mal suchen.

 

Facebook

In der Mediathek vom ARD befindet sich eine sehenswerte Dokumentation über Facebook. 
„Facebook außer Kontrolle“

Ich habe noch nie verstanden, warum Facebook so einen Erfolg hatte. Als es an den Start ging war Facebook auch nur ein soziales Netzwerk unter vielen. Im deutschsprachigen Raum waren Netzwerke wie „StudiVZ“ oder „Wer kennt wen“ schon sehr erfolgreich. Facebook unterschied sich von diesen Netzwerken nur dadurch, dass es sich elitär gab. Zu Beginn konnten sich nur Studenten der Harvard Universität und später auch anderer Universitäten dort anmelden. Danach konnte man sich nur anmelden, wenn man von einem Facebook User eingeladen wurde. Mich hat so ein elitäres Verhalten schon zu Beginn abgeschreckt.  Facebook tut zwar so als wollten sie alles vernetzen, aber eigentlich ist es immer noch ein elitärer Verein, weil die Inhalte von Facebook nur denen zugänglich sind, die sich bei Facebook anmelden. 

Ich weiß selbstverständlich, dass ein soziales Netzwerk etwas anderes ist als eine Internetpräsenz im ursprünglichen Sinne aber ich habe den Eindruck, dass viele Vereine, Interessegruppen oder Firmen sich dieser Tatsache nicht bewußt sind. Sie basteln sich bei Facebook einen Webpage, da das ohne HTML Kenntnisse möglich ist und realisieren nicht, dass ihre Inhalte nur denen zugänglich sind, die auch bei Facebook angemeldet sind. So entsteht eine Art Gruppenzwang und das begründet auch den Erfolg von Facebook. 

Wenn Facebook  seine Botschaft, die Menschen miteinander zu vernetzen, ernst nehmen würde, hätten sie mittlerweile den Usern die Möglichkeit eingeräumt, bestimmte Inhalte auch im gesamten Web zu veröffentlichen. Das widerspräche dann  allerdings dem wirklichen Firmeninteresse von Facebook, nämlich alle Menschen als Facebook User zu vereinnahmen, um mit den Daten Profit zu machen und Macht zu gewinnen ohne Verantwortung zu übernehmen. Was für Auswüchse das annehmen kann, zeigt unter anderem der  Skandal um Cambridge Analytica. 

Der Slogan von Facebook sagt eigentlich alles: „Move fast and break things„. Wie dämlich ist das denn?  Im Klartext heißt das: Durch schnell und unbedachtes Handeln etwas zerstören, vornehmlich moralische Werte wie Rücksicht, Respekt, Mitgefühl. Man könnte auch sagen: Schnell Kohle machen ohne Rücksicht auf Verluste.

 

      

Pre – Crime

Pre – Crime

In London und anderen großen Städten werden unter dem Begriff „Pre-Crime“ Programme genutzt, welche die Kriminalität einschränken sollen. Hier werden Menschen durch gezielte Überwachung und Auswertung verschiedenster Daten, wie Wohnsitz, Umfeld, Bekannte, Facebook Posts etc. in einer Datenbank gespeichert und mit einem Punktsystem kriminalisiert.
Die Programme und Algorithmen mit denen da gearbeitet wird, sind so ungenau, dass es dazu führt, dass auch Menschen kriminalisiert werden, die nicht kriminell sind. Spätere Generationen werden den Kopf schütteln, über eine derartige Fortschrittsgläubigkeit und ein Vertrauen in Programmiertechniken, deren Algorithmen von den Betreiben der Programme noch nicht einmal offen gelegt werden.

Das menschliche Verhalten ist so komplex, dass man es nicht mit einem Algorithmus erfassen kann. Wer einmal in der Datenbank landet, bleibt drin. Die Tatsache, dass Menschen sich ändern können, kommen in dem Algorithmus nicht vor. Der Focus liegt auf Menschen bestimmter Rasse, Gruppenzugehörigkeit, ärme Wohngegend kurzum den Menschen, die eh nicht gehört werden, den sogenannten Loosern. Wer einen Mörder kennt und auch noch Hasch raucht bekommt vorsorglich schon mal eine Vorwarnung mit der Aufforderung sein Verhalten zu ändern. Pre- Crime verhindert nicht die Kriminalität sondern kriminalisiert die Menschen.
Ein Programm zur Vorhersage von Wirtschaftskriminalität wird da eher nicht eingesetzt, obwohl das auf ähnlich Weise programmierbar wäre. So könnten beispielsweise Leute, die eine Banklehre machen oder Wirtschaft studieren in die Datenbank aufgenommen werden. Auch die Adresse in einer teuren Wohngegend wäre schon irgendwie verdächtig und würde ein paar kriminelle Zusatzpunkte bringen.

Das Beispiel stuft man sofort als Satire ein. So etwas ist unvorstellbar. Die reale Pre- Crime Variante ist nicht so unglaublich. Die Angst vor den Minderbemittelten ist bei vielen schon fester Bestandteil ihres Denkens. 

In Mediathek auf  Arte kommmt zur Zeit (Okt 2018) eine informative Sendung zum Thema Pre-Crime. Besonders die zweite Hälfte ist ganz interessant.
https://www.arte.tv/de/videos/061675-000-A/pre-crime

 

Geschäfte machen ohne Gewissen

Hier mal wieder ein paar Mediathek Beiträge zum Thema: Kapitalismus wie man ihn kennt.

Geschäfte mit der Armut  

siehe Mediathek

Geschäfte mit den ärmsten der Armen in Afrika. Diese Menschen haben zwar nur wenige Cents, aber Kleinvieh macht auch Mist. Da diese Menschen so schön ungebildet sind, kann man sie wunderbar verarschen. Man erzählt Ihnen dass Brühwürfel viele Vitamine enthalten, und außerdem sparen sie Geld, denn 4 Brühwürfel sind billiger als ein paar Tomaten und Zwiebeln. So macht einer der größten Lebensmittelkonzerne Geld in der dritten Welt und die Umwelt  versinkt inzwischen in deren  Verpackungsmüll.

Tote Tiere kranke Menschen

siehe Mediathek

Glyphosat und seine gruseligen Folgen. Nicht genug, dass unsere Bienen sterben. Glyphosat ist auch für Mißbildungen bei Neugeborenen Tieren und Menschen verantwortlich. Solange die Studien über die Unbedenklichkeit der Wirkstoffe von der Industrie selber geliefert werden, ist ja alles in Ordnung. Hier muss die Politik der Industrie einfach ein bisschen vertrauen.

 

 

Gier

Harald Lesch bringt es mal wieder auf den Punkt.

Sehenden Auges fahren wir mit unseren SUV`s, die wir mit Umweltprämie gekauft haben,  in die Katastrophe.
Wir sind alle umweltbewusst, solange es unseren Lebensstandard nicht einschränkt. Urlaub auf dem Kreuzfahrtschiff ist allenfalls in Punkto Spaßfaktor relevant, aber nicht in Punkto Umweltbilanz. Warum sollte man auf etwas verzichten, wenn man es sich leisten kann?

Gier und Maßlosigkeit wird hierzulande bewundert in Sendungen wie Deluxe / Alle was Spaß macht oder die Geissens. 

Geld ist der einzige Wert in unserer Gesellschaft, der wirklich von Bedeutung ist, aber Geld ist nicht real im Gegensatz zu den Ressourcen der Erde und der Natur. Mit der Natur kann man keine Deals machen, wie Harald Lesch so eloquent formulierte.

Die starke Prägung auf das Geld bringt die Menschen dazu, diese reale Gefahr nicht mehr zu sehen. Sie haben völlig den Bezug zur Realität verloren.

 

 

 

 

Konzerne als Retter, oder wie man Flüchtlinge produziert

Die Deutsche Entwicklungshilfe schafft zusammen mit Konzernen den Hunger in der Welt ab. Der einzige Hunger, der gestillt wird ist allerdings der Hunger nach Reichtum und Profit. 

Entwicklungshilfe ist selten oder nie eine Hilfe für die Armen, sondern diese dient in der Regel dazu  Profit zu machen. So will man beispielsweise Landwirtschaft nach deutschem Vorbild in Afrika etablieren.  Allerdings ist Afrika nicht Deutschland und hat ganz andere Probleme. Aber das ist ja egal, solange man reiche Bauern findet die in der Lage sind jedes Jahr neues Saatgut zu kaufen und die dazugehörigen Pestizide und Düngemittel. Ein Politiker erklärt dem dummen Zuschauer, dass diese Kosten Betriebsmittel sind und wenn ein Kleinbauer sich diese nicht leisten kann, kann er eben keine Landwirtschaft betreiben. So einfach ist das.

Also werden Kleinbauern nicht unterstützt und genau wie in Deutschland werden  die Böden verseucht. Der Hunger wird auch nicht bekämpft, wenn die Kartoffeln in deutschen Chipstüten landen.

Große Konzerne hingegen werden unterstützt, die Land bewirtschaften, welches sie Kleinbauern abgeluchst oder gestohlen haben. Es gibt in den Ländern kein Katasteramt, aber es gibt so etwas wie gesetzlich verankertes Gewohnheitsrecht. Mit ein paar Manipulationen kann man sich hierüber hinwegsetzen, wenn man den nötigen Einfluss hat. Den Einheimischen werden Versprechungen, in Form von Krankenhäuser und Schulen gemacht , die nicht eingehalten werden. Stattdessen werden große Zäune um das Firmengelände gebaut, so dass die Einheimischen riesige Umwege in Kauf nehmen müssen. Arbeitsplätze werden auch kaum geschaffen, da die Betriebe voll automatisiert sind.

Diese Firmen zahlen noch nicht einmal Steuern in den Ländern Afrikas, sondern haben ihre Firmensitze in Steueroasen. Auch das Anlegermodell für Aktionäre ist sehr interessant, denn die Verluste zahlt der deutsche Steuerzahler und die Profite erhält der Aktionär.

Sehr aufschlussreich sind die arroganten Kommentare der verantwortlichen Politiker und Banker. Das hat schon was von Kolonialismus. Die Meinungen von Oxfam– Mitarbeitern, die sich seit Jahren mit der Problematik beschäftigen und etwas davon verstehen, werden lapidar abgetan. „Die haben ihre Meinung wir haben unsere.“

Mein Favorit in dieser Doku ist ein deutscher Geschäftsmann, der nach Nairobi Pizzen einer bekannten, deutschen Tiefkühlmarke importiert und diese an die wohlhabenden Nairobianer verkauft. Die Pizzen werden nicht in Afrika hergestellt sondern kommen direkt aus Deutschland und haben in Nairobi einen mehr als doppelt so hohen Verkaufspreis. Nach dieser Doku hat sich die Firma von dieser Vermarktung zurückgezogen. Es war wohl doch ein bisschen rufschädigend. Der deutsche Markt hat da wohl Priorität.

Seeblind

Eine ARD Dokumentation über Seeschifffahrt und Handel

Seeblind: Der wahre Preis der Fachtschiffahrt

Kauft mal ein Sacko für 20 Euro hergestellt in Pakistan. Wie kann das sein, bei dem Transport um die halbe Welt.
Es ist aber nicht die halbe Welt sondern ein paar mal um die Welt denn
die Baumwolle kommt aus USA, wird gewebt in Indien und dann in Pakistan
zu einem Sacko verarbeitet. Die Knöpfe sind aus Plastik
dieser kommt aus den gelben Säcken aus Deutschland und wird in
Vietnam zu Knöpfen verarbeitet. Nur die Endfertigung ist in Pakistan und das steht auf dem Etikett. „Seeblind“ weiterlesen