Gier

Harald Lesch bringt es mal wieder auf den Punkt.

Sehenden Auges fahren wir mit unseren SUV`s, die wir mit Umweltprämie gekauft haben,  in die Katastrophe.
Wir sind alle umweltbewusst, solange es unseren Lebensstandard nicht einschränkt. Urlaub auf dem Kreuzfahrtschiff ist allenfalls in Punkto Spaßfaktor relevant, aber nicht in Punkto Umweltbilanz. Warum sollte man auf etwas verzichten, wenn man es sich leisten kann?

Gier und Maßlosigkeit wird hierzulande bewundert in Sendungen wie Deluxe / Alle was Spaß macht oder die Geissens. 

Geld ist der einzige Wert in unserer Gesellschaft, der wirklich von Bedeutung ist, aber Geld ist nicht real im Gegensatz zu den Ressourcen der Erde und der Natur. Mit der Natur kann man keine Deals machen, wie Harald Lesch so eloquent formulierte.

Die starke Prägung auf das Geld bringt die Menschen dazu, diese reale Gefahr nicht mehr zu sehen. Sie haben völlig den Bezug zur Realität verloren.

 

 

 

 

Konzerne als Retter, oder wie man Flüchtlinge produziert

Die Deutsche Entwicklungshilfe schafft zusammen mit Konzernen den Hunger in der Welt ab. Der einzige Hunger, der gestillt wird ist allerdings der Hunger nach Reichtum und Profit. 

Entwicklungshilfe ist selten oder nie eine Hilfe für die Armen, sondern diese dient in der Regel dazu  Profit zu machen. So will man beispielsweise Landwirtschaft nach deutschem Vorbild in Afrika etablieren.  Allerdings ist Afrika nicht Deutschland und hat ganz andere Probleme. Aber das ist ja egal, solange man reiche Bauern findet die in der Lage sind jedes Jahr neues Saatgut zu kaufen und die dazugehörigen Pestizide und Düngemittel. Ein Politiker erklärt dem dummen Zuschauer, dass diese Kosten Betriebsmittel sind und wenn ein Kleinbauer sich diese nicht leisten kann, kann er eben keine Landwirtschaft betreiben. So einfach ist das.

Also werden Kleinbauern nicht unterstützt und genau wie in Deutschland werden  die Böden verseucht. Der Hunger wird auch nicht bekämpft, wenn die Kartoffeln in deutschen Chipstüten landen.

Große Konzerne hingegen werden unterstützt, die Land bewirtschaften, welches seit jeher von Kleinbauern genutzt wurden. Es gibt in den Ländern kein Katasteramt, aber es gibt so etwas wie gesetzlich verankertes Gewohnheitsrecht. Mit ein paar Manipulationen kann man sich hierüber hinwegsetzen, wenn man den nötigen Einfluss hat. Den Einheimischen werden Versprechungen, in Form von Krankenhäuser und Schulen gemacht , die nicht eingehalten werden. Stattdessen werden große Zäune um das Firmengelände gebaut, so dass die Einheimischen riesige Umwege in Kauf nehmen müssen. Arbeitsplätze werden auch kaum geschaffen, da die Betriebe voll automatisiert sind.

Diese Firmen zahlen noch nicht einmal Steuern in den Ländern Afrikas, sondern haben ihre Firmensitze in Steueroasen. Auch das Anlegermodell für Aktionäre ist sehr interessant, denn die Verluste zahlt der deutsche Steuerzahler und die Profite erhält der Aktionär.

Sehr aufschlussreich sind die arroganten Kommentare der verantwortlichen Politiker und Banker. Das hat schon was von Kolonialismus. Die Meinungen von Oxfam– Mitarbeitern, die sich seit Jahren mit der Problematik beschäftigen und etwas davon verstehen, werden lapidar abgetan. „Die haben ihre Meinung wir haben unsere.“

Meinn Favorit in dieser Doku ist ein deutscher Geschäftsmann, der nach Nairobi Pizzen einer bekannten, deutschen Tiefkühlmarke importiert und diese an die wohlhabenden Nairobianer verkauft. Die Pizzen werden nicht in Afrika hergestellt sondern kommen direkt aus Deutschland und kosten mehr als das Doppelte.

Ja dann ist das Hungerproblem in Afrika ja wirklich bald gelöst. „Na  Hunger Bimbo? Dann kauf dir doch mal ne Pizza.“

Seeblind

Kauft mal ein Sacko für 20 Euro hergestellt in Pakistan. Wie kann das sein, bei dem Transport um die halbe Welt.
Es ist aber nicht die halbe Welt sondern ein paar mal um die Welt denn
die Baumwolle kommt aus USA, wird gewebt in Indien und dann in Pakistan
zu einem Sacko verarbeitet. Die Knöpfe sind aus Plastik
dieser kommt aus den gelben Säcken aus Deutschland und wird in
Vietnam zu Knöpfen verarbeitet. Nur die Endfertigung ist in Pakistan und das steht auf dem Etikett. Weiterlesen