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Das System der Auslagerung
Der blinde Fleck des Kapitals: Wie das System seine Krisen verschiebt
Der Kapitalismus funktioniert nach einem klaren Prinzip: Er trennt die Welt in ein Zentrum (die reichen Industrienationen) und eine Peripherie (den globalen Süden). Im Zentrum wird Wohlstand generiert und Waren werden günstig verkauft. Doch dieser günstige Preis hat einen Preis: Er basiert auf der Ausbeutung von Mensch und Natur in der Peripherie. Die Probleme werden schlicht dorthin verlagert, wo wir sie nicht sehen.
Diese Auslagerung funktioniert auf drei Ebenen:
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Räumlich: Dreckige Industrien und Ausbeutung werden in den globalen Süden verschoben.
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Ökologisch: Die Zerstörung der Umwelt und der Arten kollabiert außerhalb der Bilanzen der Konzerne.
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Zeitlich: Die Klimakrise ist eine zeitliche Auslagerung. Die Profite fließen jetzt, während die katastrophalen Auswirkungen erst Generationen später voll durchschlagen.
Das System handelt nach der Devise: „Nach mir die Sintflut.“ Um Profit zu schlagen, muss der Kapitalismus künstliche Knappheit erzeugen – während die alten Commons auf Überfluss und Subsistenz (Selbsterhaltung) für alle ausgelegt waren.