Faszinierende „sinnlose“ Kunst

Ich hatte neulich eine kleine Diskussion über Sinn und Unsinn der Künstlersozialkasse. Um es auf den Punkt zu bringen, es ging darum, ob unser Staat Künstler unterstützen soll, oder ob sich Künstler, genau wie alle anderen auf dem Markt behaupten sollen. Ich finde ein so reiches Land wie unseres, sollte es sich erlauben, der Kunst ein bisschen Freiraum jenseits der kapitalistischen Marktgesetze einzuräumen. Man braucht sich doch nur mal den fantastischen Park von Bruno Weber anschauen oder diese fantastischen Gehmaschinen von Theo Jansen, um zu verstehen, dass derlei Dinge wohl kaum entstehen können, wenn der Künstler nach dem gleichen Prinzip ticken würde wie 99,99 % der übrigen Bevölkerung, deren wichtigste Aufgabe darin besteht, mit möglichst wenig Aufwand möglichst viel Geld zu verdienen. Oder mal anders ausgedrückt, wer arbeitet denn schon aus einem anderen Grund, als den, Geld zu verdienen. Es gehört schon eine Menge Mut dazu, sein Leben völlig der Kunst zu widmen. Hätte ich mit 20 Jahren genügend Selbstvertrauen gehabt, meinen eigenen Weg zu gehen, ohne mich von anderen beeinflussen zu lassen, würde man vielleicht heute auch  Werke von mir im Surreal Art Forum finden.

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